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P2P-Kredite, eine alternative Geldanlage?

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P2P-Kredite, dahinter verbirgt sich ein relativ junges Geschäftsmodell, beidem eine Person einer anderen Person Geld leiht. Das Verleihen von Geld an sich, ist sicherlich kein neues Geschäftsmodell, sondern wird seit jeher praktiziert. Die neue Idee dahinter ist, das Verleihen von Geld ins Internet zu bringen und über P2P-Plattformen abzuwickeln.

Damit kann nun jede Privatperson selbst zur Bank werden und einen Kredit an eine andere Person vergeben. In Deutschland ist die bekannteste P2P-Plattform Auxmoney.Da in Deutschland das Zinsgefüge aber nahe der Nulllinie verläuft, ist das Verleihen von Geld über Auxmoney nicht wirklich interessant.

Interessant wird das Investment in P2P-Kredite, wenn man sich im EU-Ausland umschaut. Genauer gesagt in Osteuropa. Hier gibt es in Lettland eine blühende Fintech-Szene, die sich unter anderem mit den P2P-Krediten beschäftigt.

Die größte P2P-Plattform ist mittlerweile der Anbieter Mintos. Hier investieren über 100.000 Investoren bereits ab 10 Euro in Kredite und verdienten bisher eine jährliche Rendite von 11,67%.

Investoren können sich aus dem Kreditangebot von über 55 verschiedenen Darlehenanbahnern aus 28 Ländern passende Kredite aussuchen. Die Zinsen variieren je nach Herkunft und Kreditart zwischen 5% bis hin zu 18%.

Mit diesen hohen Zinsen werden viele Investoren angezogen. Natürlich darf man auch nicht das Risiko vergessen. Hohe Zinsen bedeuteten schon immer ein hohes Risiko.

Daher sollten Investoren mit kleinen Summen anfangen und eigenen Erfahrungen sammeln. Zudem ist eine breite Diversifikation über Kreditarten und Ländern hinweg zu empfehlen.

Der Markt in Osteuropa blüht, neben Mintos gibt es mit Bondora, Twino, Robocash, Viainvest und Swaper viele weitere P2P-Plattformen die es Investoren erlauben in Privatkredite zu investieren.

Neben den hohen Zinsen sorgt zudem die Rückkaufgarantie für eine starke Anziehungskraft auf neue Investoren. Die Rückkaufgarantie wird auf viele der Kredite angeboten. Dahinter steckt ein Versprechen der Darlehenanbahner, dass sie Kredite die länger als 30 oder 60 Tage verspätet sind, wieder vom Investor zurückkaufen, inklusive der entgangenen Zinsen.

Hinter der Rückkaufgarantie wird eine Mischkalkulation stehen, da die Darlehenanbahner weitaus höhere Zinsen von den Kreditnehmern erhalten, als sie den Investoren weitergeben. Die Rückkaufgarantie ist ein sehr interessantes Werkzeug, welches bei dieser Geldanlage sicher einmalig ist. Gerade deswegen aber auch mit großer Vorsicht benutzt werden sollte. Denn obwohl in dem Wort Rückkaufgarantie, „Garantie“ steckt, ist hier nichts garantiert!

Aber nicht nur das Investment in Privatkredite ist möglich, es gibt auch Plattformen die sich auf Immobilienkredite spezialisiert haben. Hier wäre zum Beispiel Estateguru zu erwähnen.  Bei Estateguru investiert man in Kredite, die zum Bau oder zur Renovierung von Immobilien genutzt werden.

Bei den Immobilienprojekten gibt es ähnlich hohe Zinsen von 10% bis 12%. Anders als bei den Verbraucherkrediten gibt es hier aber keine Rückkaufgarantien, stattdessen wird mit dinglichen Sicherheiten wie Immobilien oder Grundstücken gearbeitet.

Wer mehr über die Anlageform erfahren möchte, findet beim Hobbyinvestor einen sehr guten P2P-Kredite Blog.